Nabelschnur spenden | Nabelschnurblut einlagern
Nabelschnurblut ist für die Wissenschaftler ein begehrtes Produkt- wegen der Stammzellen, die ähnlich den embryonalen Stammzellen noch undifferenziert, weitgehend frei von Infektionen und sehr teilungspotent sind. Ein therapeutischer Einsatz ist daher fast in jedem Bereich der Medizin denkbar. Besondere Hoffnungen werden natürlich in die Behandlung der bisher unheilbaren Krankheiten gesetzt. Moralische Bedenken gibt es nicht, da zur Gewinnung keine menschlichen Embryonen zerstört werden müssen, sondern lediglich das „Abfallprodukt“ Nabelschnur sinnvoll genutzt wird.
Zunehmend werden Gynäkologen nach Nabelschnurblutspenden und Stammzelleneinlagerung gefragt. Eine umfangreiche Aufklärung hinsichtlich des Nutzens, der daraus resultierenden Möglichkeiten im Sinne einer „Vorsorge“ und nicht zuletzt der entstehenden Kosten ist die Voraussetzung, damit werdende Eltern über dieses Thema nachdenken. Nur sie können die Entscheidung treffen das Nabelschnurblut ihres Kindes zu spenden oder einzulagern. Nabelschnurblut kann man in einer öffentlichen oder einer privaten Spendebank einlagern lassen.
Entscheiden sich die Eltern für eine öffentliche Spendebank entstehen ihnen keine Kosten, und das gespendete Nabelschnurblut steht bei Bedarf weltweit Patienten zur Verfügung. Das Blut wird schmerz- und risikofrei unmittelbar nach der Abnabelung aus der Nabelschnur entnommen. Öffentliche Spendebanken organisieren die Abnahme des Blutes im Krankenhaus, die Weiterverarbeitung und Einlagerung. Die Eltern treten schriftlich alle Rechte am Nabelschnurblut im Namen ihres Kindes an die Spendebank ab.
Nabelschnurblut einlagern oder Spenden: Eigen oder Fremdspende
Auch bei Eigenbedarf haben diese Eltern keinen Anspruch auf das Blut, sondern können nur wie andere Suchende auf eine Chance hoffen, falls das Präparat zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch verfügbar ist (nur etwa 30% aller Nabelschnurblutpräparate werden eingelagert und stehen weltweit zur Verfügung). Bei einer privaten Spendebank schließen die Eltern einen Vertrag ab und erteilen damit einen kostenpflichtigen Auftrag an das entsprechende Unternehmen. Alle Rechte bleiben in diesem Fall bei den Eltern als gesetzliche Vertreter des Neugeborenen.
Medizinische Unterlagen zur Krankheitsgeschichte der Familie müssen ausgefüllt und eine Kopie des Mutterpasses mitgeschickt werden. Die „Wunschklinik“, in der die Entbindung erfolgen soll, wird vom Unternehmen verständigt und die Eltern bekommen das Entnahmepaket zugesendet. Darin ist alles für die Blutentnahme notwendige enthalten. Nach der gründlichen Untersuchung des Nabelschnurblutes auf die Tauglichkeit zur Langzeiteinlagerung, bekommen die Eltern ein Zertifikat, das dies bestätigt. Danach erfolgt die Bezahlung.
Finanzierung: Kosten der Stammzellen Lagerung
Die Kosten für die Einlagerung von autologem (eigenem) Nabelschnurblut werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Dadurch werden viele Eltern, die sich ansonsten für eine Einlagerung entschieden hätten, abgeschreckt. Für diese Fälle werden Finanzierungsmöglichkeiten angeboten.
Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Kombination einer öffentlichen Spende mit der Vorsorge für das eigene Kind. Dabei halten sich die Eltern die Option offen, die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ihres Kindes im Notfall auch einem fremden Patienten zukommen zu lassen. Voraussetzung sind weitere Untersuchungen des Blutes, besondere Prüfung der Krankengeschichte der Familie und eine Entbindung in Deutschland.
Erweist sich das Blut als spendentauglich, werden die Daten im internationalen Stammzellregister eingetragen. Wird das entsprechende Nabelschnurblut für eine Transplantation angefordert, wird es zum Ort der Therapie befördert und die Spenderfamilie bekommt das bis zu diesem Zeitpunkt eingezahlte Geld verzinst zurück. Kommt es zum Einsatz des Nabelschnurblutes für das eigene Kind, wird der Familie vom Unternehmen umfangreiche Unterstützung bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Therapie zugesichert. Auch in den privaten Spendebanken kann das Nabelschnurblut ähnlich einer Blutspende einfach „nur“ gespendet werden. Das ist natürlich kostenfrei.
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Wir sind Maria und Justus.
Hi! Wir haben uns für die Ein- lagerung entschieden, um Sicherheit zu haben. Würde eine Diagnose wie Leukämie oder anderer Krebs gestellt werden, wären wir vorbereitet.